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Eines Tages

Eines Tages

werde ich

aufwachen

und wieder spüren,

dass ich gut genug bin,

so wie ich bin.

 

Ich werde

wieder "JA"

zu mir selbst sagen können,

und darauf vertrauen,

dass ich es verdient habe,

das tun zu dürfen

und das sein lassen zu dürfen,

was ich wähle, tun zu wollen

oder sein zu lassen.

 

Ich werde

wieder darauf vertrauen,

dass ich weder besser noch

schlechter bin als andere Menschen,

in denen ich mich

immer wieder verliere

und glaube,

nicht gut genug zu sein

für diese Welt.

 

Eines Tages

werde ich

aufwachen,

und nicht mehr danach streben,

perfekter oder optimierter

sein zu wollen

oder mich perfekter präsentieren

zu sollen,

um mit dem, was ich liebe,

Erfolg haben zu dürfen.

 

Eines Tages

werde ich

wieder sagen können:

ES reicht endlich.

ICH reiche ENDLICH.

 

Ich werde

wieder die Blumen

am Waldrand pflücken

und es als großen Erfolg sehen können.

Werde wieder stolz darauf sein,

dass ich es überhaupt probiere,

ein Leben zu leben, das

mich von innen heraus erfüllt.

Werde wieder auf den Versuch

stolz sein können

statt nur auf das Ergebnis zu schauen.

 

Eines Tages

werde ich

aufwachen,

und werde einfach DA sein,

es als

"mehr als genug"

sehen können,

weniger als Nichts

tun zu können.

 

Eines Tages

werde ich

einfach da sitzen und atmen

und mich endlich selbst

in mir spüren können.

"Es tut nicht mehr weh" sagen können.

Sehen können, dass ich alles habe

was ich brauche und liebe.

Und dann

werde ich

einfach weiter atmen

und mir reichen

und gut genug sein.

 

Ich weiß nicht,

wann dieses

"Eines Tages"

sein wird aber

ich werde solange morgens aufstehen,

bis es aufhört,

weh zu tun.

Bis der Schmerz in mir

sich in ein tiefes Vertrauen

ins Leben verwandelt

und ich mich einfach wieder

hingebe und fallen lasse.

 

Ich werde,

wenn ich keine Kraft habe

einfach im Bett liegen bleiben,

mich unter meiner Bettdecke verkriechen

und mir erlauben,

keinen Mut mehr zu haben,

mich zu zeigen.

 

Und dann wach ich

eines Tages wieder auf,

stehe auf,

zieh mir mein Kleidchen an,

mache mich schick,

setz mir die Krone auf,

packe mein Körbchen

mit ganz viel Mut

und geh wieder los.

 

Und wie ich mich kenne,

gehe ich solange,

bis ich stehen bleibe,

mich selbst wieder spüre,

die Liebe in mir fühle,

und mir selbst wieder vertraue.

 

© MarinJa