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Oberflächlichkeit & Konsumorientierung - (siehst du deinen Schatten-Anteil?)

WARUM SICH DIE WELT NUR DANN ALS OBERFLÄCHLICH UND KONSUM-ORIENTIERT SPIEGELN KANN,

WENN DU ES ZU DIR SELBST BIST (Kolumne - Marina Widegger) 

 

Früher habe ich sehr viel geweint und war wütend auf diese Welt, weil sie oberflächlich ist, weil sie das Innenleben nicht schätzt und auf Äußerlichkeiten mehr Wert legt als auf innere Werte. (Das war mein Schatten-Anteil)

 

Heute weiß ich, dass sich in meiner äußeren Welt nur das zeigen kann, was

ich innerlich zu mir selbst lebe. Und wenn viele Menschen Oberflächlichkeit zu sich selbst leben, was ergibt das in der Summe des gesamten Bewusstseins: Oberflächlichkeit. Aber DAS liegt nicht an der Gesellschaft, sondern an jedem Einzelnen: WAS lebt jeder Einzelne ZU SICH SELBST? WELCHE Beziehung spiegelt sich jeden TAG? Immer die, die wir zu uns selbst haben.

 

 

Ich weiß heute, dass ich selbst zu mir oberflächlich war,

dass ich (unbewusst) ebenso konsumorientiert war (weil ich glaubte, so viel zu brauchen und haben zu müssen)

und in dem ich selbst von mir verlangt habe, immer top gestylt zu sein, immer perfekt geschminkt aus dem Haus zu gehen,

immer frisch zu riechen, frisch angezogen zu sein, modisch sein zu müssen und für alle Männer gut ausschauen zu müssen. Dass ich mein Geld für alles ausgegeben habe, was nicht für mich war, für mein Herz. Und dass ich viel zu wenig Geld empfangen habe dafür, dass ich meine Energie in etwas verschenke.

Ist das vielleicht nicht oberflächlich?

Ist es etwa nicht oberflächlich, mich ständig zu verschenken, mein Wissen jedem Preis zu geben, meine Zeit zu verschenken, obwohl das hier mein LEBEN ist,

Ist es nicht oberflächlich, nicht drauf zu achten, wie viel Energie ich eigentlich "verschenken" möchte, um am Ende festzustellen, dass diese Energie nicht geschätzt wird, weil ich sie selbst nicht schätze und würdevoll und achtsam vergebe - oder auch nicht. Weil ich sie jedem einfach hinschmeiße, als wäre sie nichts wert. Wenn ich meinen Körper,

 

meine Seele an Männer verschenke, die ich mir weder genau angesehen habe, noch hingespürt habe, ob sie wirklich im Herzen verankert sind? Das ist oberflächlich - zu meinem Herzen.

 

Ist es nicht oberflächlich, wenn ich meine Energie und Liebe in eine Firma stecke, die weder meinen Werten entspricht, noch meinen Talenten? Und weil ich das nur deshalb so machte, weil ich mir selbst nicht vertraute. Weil ich nicht an mich glaubte, an meine Fähigkeiten. Weil ich nicht darauf vertraute, dass ich das auch gut kann, was ich gerne tue und liebe. Und dass ich ein Leben haben darf, das schön & leicht ist. Das mir Freude bereitet und mir täglich zeigen darf, dass ich lebe und glücklich sein darf.

Dass ich das machen darf, was mir leicht fällt und was ich von Haus aus gerne mache? Ich habe meinem Herzen jeden Tag oberflächliche Ausreden eingeredet, warum es nicht geht, warum wir unser Herz zurückstellen müssen, warum es nicht möglich ist, meinen Träumen zu folgen, warum wir lieber leiden müssen und daran zugrunde gehen sollten.

Ist es nicht oberflächlich, wenn ich mich jeden Tag in irgend einen Job begebe, der mir weder innere Freude bereitet, ich mich jeden Tag mit Gesprächen umgebe, die meinem Herzen nicht dienen und ich etwas nur mache, weil ich Angst hab, dass mich das Leben fallen lässt, wenn ich das aufgebe, was mir jeden Tag seelische Schmerzen bereitet.

Ist es nicht oberflächlich mir selbst gegenüber, dass ich von mir erwarte, jeden Tag etwas tun zu müssen, aus Sicherheitsgründen und Schamgefühl, mich so zu zeigen, wie ich wirklich bin. Hier bin ich doch zu mir selbst oberflächlich. Hier sehe ich mich nicht. Die anderen können das erst sehen, was ich bin, wenn ich es zeige.

 

Wie sollte sich dann meine äußere Welt zeigen? Als tiefgründig und emotional.

Nein, wir dürfen zu uns selbst tief und liebevoll werden.

Dann kann sich erst alles im Außen zeigen.

 

Wenn ich meine Energie an die konsumorientierte Gesellschaft abgebe, sie verschenke, darin arbeite und damit Geld verdiene, ist es dann nicht auch so, dass ich selbst meine weibliche Energie nicht schätze? Dass ich es mir selbst nicht wert bin, mit meinen weiblichen Eigenschaften, weiblichen Qualitäten das Geld zu empfangen, um mein äußeres Leben damit leben zu können. Sollte es nicht normal sein, mir selbst gegenüber, dass ich das DARF? Wir müssen doch erst einmal selbst unsere weibliche ENERGIE schätzen und sie als würdevoll und achtsam, heilig & göttlich sehen und leben. Dann können es uns andere spiegeln.

Mir mussten auch so viele wunderbare Frauen spiegeln, dass ich meine weiblichen Qualitäten nicht mehr schätzte. Dass ich sie wegredete, abwertete oder nicht würdigte. Und früher auch viele Männer, mit denen ich so schnell ins Bett steigen musste, weil ich glaubte, nur dann geliebt zu sein und wertgeschätzt zu werden. Aber das Gegenteil war der Fall. Und das tat verdammt weh. 

 

Wie steht es denn mit mir/uns:

Wofür gebe ich mein Geld aus - verschenke ich es an Firmen oder an ein Studienfach (das mich nicht wirklich interessiert und ich nur mache, weil ich sonst auch nicht weiß, was ich tun soll), verschenke ich es an Firmen, die mich versichern, die mir Geld versprechen - irgendwann - die mir angeblich Schutz bereiten, weil ich es selbst nicht kann, gebe ich mein Geld für Zigaretten, Alkohol, viele Schuhe, Schmuck und Klamotten aus? Oder investiere ich es in meine Projekte, in tiefgründige Seminare, in Potentialentfaltung, in Bücher, die mir gut tun, in tiefgründige Filme, die mir das Leben lehren.

Ich glaube nicht mehr daran, dass es an der Gesellschaft liegt, was aus uns selbst wird, weil ich selbst diesen Prozess durchlebt habe, wie krass man sein Leben umschmeißen kann, wenn man wirklich will. Ich habe selbst von 400 €, 250 € für meine Coachings ausgegeben, als ich es wirklich wollte. Ich habe mein Geld in Bücher investiert, als ich seelisches Wissen erfahren wollte. Ich habe jeden Euro zusammengekratzt, um auf ein Seminar gehen zu können.

 

Wir haben das schon gut genug selbst in der Hand, was sich in unserem Leben spiegelt.

Und als ich im Frühjahr ein für alle mal angefangen habe, zu begreifen, wie oberflächlich ICH selbst mit mir umgehe, Tag für Tag, wie ich mich selbst zu Sachen zwinge, die ich überhaupt nicht gut finde, wie ich meine Werte tagtäglich über Bord warf, aus Angst, mich wirklich zu zeigen, wie ich all meine Verträge gekündigt habe, meine Schulden beglichen und meine geschenkten Sachen ausgemistet habe, habe ich erst einmal geschluckt. Ich habe mir gedacht, ich bin tiefgründig? Von wegen. Vielleicht manchmal. Ja, hin und wieder. Damals nach der Therapie. Aber bin ich es so ganz grundsätzlich. Lebe ich wirklich das schon, was ich eigentlich will oder wüten da noch uralte Glaubenssätze und Muster. Und ich fing an, meine Kosten runter zu fahren. Und glaubt mir, ich hätte niemals gedacht, dass SOVIEL möglich ist. Dass es möglich ist, ein Handy mit Nummer zu haben, ohne einen Euro dafür zu bezahlen. Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffe, so weit runter zu fahren. Und endlich mein Geld für das ausgeben zu können, was mir wirklich am Herzen liegt.

Ich war an der Oberfläche und habe bemerkt, wie wenig ich mich um mein Herz gekümmert habe. Wie wenig ich meinen Körper tatsächlich schätze und kenne, wie wenig ich das fühlen kann, was ich habe und wie wenig ich Geld und Liebe geschätzt habe, wenn ich es für so viel Blödsinn und sinnlosen Mist einfach verschwende. Ja, natürlich ist das alles unbewusst abgelaufen, natürlich ist es Zeit, auch mir selbst zu verzeihen. Es ist eine Erfahrung. Aber jetzt habe ich verstanden, dass ich es mir so viel leichter machen kann. Und das tut unendlich gut. Dass es für mich selbst so viel Schöner und Einfacher sein darf.

Ja in diese Phase hatte ich so meine Nächte, wo ich nicht mehr gewusst habe, wie ich den Schmerz mir selbst gegenüber verzeihen sollte. Das letzte halbe Jahr bin ich wieder mal sehr tief gefallen und noch tiefer zu mir selbst aufgewacht.

Gott sei DANK! Ich bin mir selbst zutiefst dankbar, diesen Schritt gegangen zu sein - genau wie alle anderen Schritte, die ich seit Jahren machte und mache.

Es dauert seine Zeit. Aber eines habe ich jetzt schon begriffen:

Wenn wir oberflächlich zu unseren Herzens-Werten sind, wird sich das auch in der äußeren Welt so für uns spiegeln und dann wird uns das Verhalten auch klar gezeigt und das wird weh tun. Wenn wir oberflächlich zu uns selbst LIEBE leben, wie sollten wir dann zu jemand anderem eine Liebesbeziehung haben, die in der Tiefe verankert ist.

 

Doch wenn wir wieder zu unserem Herzen zurück gehen, unser Herz wertvoll behandeln, uns selbst, unsere Energie, unsere Liebe, unser Geld, unseren materiellen Wohlstand mit Würde betrachten, unsere Arbeit aus unserem Herzen heraus machen und das machen, was wirklich unseren WERTEN entspricht und damit unser Geld empfangen, dann leben wir ein Leben, das Tiefe zu uns selbst beinhaltet. Weil wir unser Herz achten, würdigen und schätzen. Weil wir danach handeln und leben und es endlich sehen, spüren und fühlen können.

 

 

Love & Namaste

 

© Marina Widegger

www.reco-frauen.de

 

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