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Liebe Mutter Erde, ich vertraue Dir!

Warum Ich glaube, die Umwelt nicht schützen, Tiere nicht retten und Öko-Waschmittel nicht verwenden zu müssen!!!

 

 

Überall sehe ich diese Hinweise, selbst in Google habe ich gestern einen Hinweis bekommen, ich solle doch so und so googeln, um die Umwelt zu schonen.

 

Ich sitze vor meinem Laptop und denke mir: "Wie soll ich denn bitte schön über eine Suchmaschine die Umwelt retten können und welcher Mensch glaubt diese übertriebenen Rettungsversuche eigentlich noch?"

Jedes Mal, wenn ich dann in mich hinein spüre, vielleicht kennst du das auch, kommt ein tiefes, schlechtes, mulmiges Gefühl in mir hoch, wenn ich Pakete nicht mit der umweltsicheren Methode bestelle und 5€ zusätzlich zahle sondern doch lieber mal an meinen Geldbeutel denke statt an den von anderen Menschen, die gute Marketing-Ideen entwickeln und auf den Markt etablieren. Und jedes Mal, wenn ich nicht "Green" bin, glaube ich doch tatsächlich, so tief in mir, ein schlechterer Mensch zu sein, der es halt noch nicht kapiert hat, die Welt tatsächlich retten zu müssen und mich gefälligst noch schlechter fühlen sollte, als ich ohnehin schon tue.

 

Es schlummert so ein Gefühl in mir, das mir sagt dass ich eigentlich immer für "BIO" sein muss und ich eigentlich nur noch Öko-Kleidung tragen müsste, kein "normales" Laden Waschmittel verwenden darf, um meine Wäsche zu säubern und gefälligst eines mit Bio-Siegel und Green Peace Zertifizierung für eine "bessere" Welt verwenden soll.

 

Und dann gibt es da noch eine Stimme in mir, eine Stimme, die all dieses Getue längst satt hat, die Stimme, die mir sagt, dass das alles ziemlicher Quatsch ist. Quatsch deshalb, weil ich spüre, dass die Welt dieses ganze Pseudo-Öko-Dings nicht braucht, weil sie viel machtvoller, liebevoller und bewusster ist, als wir uns wahrscheinlich je vorstellen können und wollen. Pseudo deshalb, weil ich spüre, dass diese Handlungen ein ganz feines, spürbares, inneres Misstrauen der Welt gegenüber darstellen und ihr entgegenbringt. So nach dem Motto: "Ich muss die Welt retten, weil ich auch so ein böser, schlechter Mensch bin und so viel Böses anstelle, während ich mir hier ausgesucht habe, auf diesem Planeten zu leben, Erfahrungen zu sammeln und mir sogar dieser Planet auch noch geschenkt wurde, um all diese Dualität hier erfahren zu dürfen." Und weil die Welt sich ohne Mich angeblich nicht retten kann, wenn Ich Mich nicht verändere. Zack, da ist er. Der Glaubenssatz, den wir sowieso alle von klein auf eingetrichtert bekommen: "Wir haben uns gefälligst zu verändern. Ansonsten wird das nichts."

 

Als würde es die Welt nicht schaffen, sich alleine zu retten, wenn sie das will.

 

Was denken wir eigentlich tief in uns über diesen kraftvollen Planeten Erde? Dass sie sich von uns sagen lässt, was sie zu tun hat? Das glauben wir doch nicht ernsthaft.

 

 Vielleicht ist die Erde ja so, dass sie sich verschenkt, einfach so, weil sie es kann. Weil sie uns Menschen bedingungslos und erwartungsfrei liebt und uns alles gibt, was sie schöpft, weil sie möchte, dass wir uns so lange hier erfahren, wie wir das möchten und so intensiv, wie wir es möchten, ohne dass sie von uns verlangt, uns bessern oder verändern zu müssen. Vielleicht will sie das gar nicht - weil sie uns tatsächlich liebt. Nicht mit diesen menschlichen Bedingungen, so wie wir das kennen. Sondern wahrhaftig liebt. Bedingungslos. Erwartungsfrei. LIEBE halt. Das was wir wahrlich verlernt haben.

 

Und wenn wir all das gar nicht mehr retten brauchen, dann wäre es doch möglich, einfach mal Ressourcen zu verschwenden, ohne uns dabei schlecht zu fühlen, dann wäre es doch möglich, einfach mal zu leben, weil die Erde weder ein Ende kennt noch einen Mangel - weil die Erde nämlich weibliche, schöpferische Energie in sich trägt, die vor Fülle überläuft und uns damit beschenken kann, solange und soviel sie möchte.

Ist es nicht unser eigener Mangel, der sich in dem ganzen Rettungsversuchen widerspiegelt, die wir an Mensch, Tier, Umwelt und Ressourcen versuchen zu betreiben?

 

Wäre es nicht möglich, der Erde ein ganz feines, liebevolles und tiefes Vertrauen entgegen zu bringen, dass wirklich und tatsächlich alles so gut ist, wie es ist, ohne dass irgendwer irgendjemanden retten muss?

 

Wäre dann das Leben vielleicht einfach mal einfach für uns, hätten wir dann einfach mal nichts mehr zu tun, weil wir endlich mal kapieren würden, welche Fülle wir hier geschenkt bekommen?

Würden wir dann einfach mal DA sein, uns lieben und einfach mal um uns selbst kümmern?

Und vielleicht gehört deshalb nichts im "Außen" gerettet, weil das nur der Spiegel und die äußere, manifestierte Welt unseres Inneren ist weil wir vielleicht ja von uns selbst gerettet werden möchten?! Wäre das ein Gedanke wert?

 

Ein Beispiel dazu: Wenn ich jeden Tag denken würde, mein Körper produziert keine Gehirnzellen mehr nach, dann gründe ich einen Verein gegen das Absterben von Gehirnzellen und klebe mir Bio-Green-Aufkleber auf mein Gehirn und dann erwarte ich von allen Menschen, sie sollen meine Gehirnzellen schonen, weil ich angefangen habe, zu glauben, dass mein Körper keine mehr nach produziert. Ich kann aber auch mit der Einstellung an meinen Körper heran gehen, dass ich sage, ich denke erst gar nicht so über meinen Körper. Ich wache morgens auf und schenke ihm mein Vertrauen, dass er das schon macht für mich. So wie mein Herz auch jeden Tag schlägt und ich hinterfrage das doch auch nicht? Mein Körper macht es einfach, weil es seine Aufgabe ist und er mir das jeden Tag gerne und bedingungslos zum Geschenk macht.

 

Ich glaube jedenfalls, dass das mit dem ganzen Rettungs-Manöver Eingerde-Dings ein echt gutes Ablenkungsmanöver unseres Ego´s ist, das jeden Tag neue Gründe findet, warum wir uns schlecht zu fühlen haben, warum wir uns und andere nicht lieben dürfen, warum wir uns klein, lieblos und elend fühlen sollten, weil wir ja so verschwenderisch sind und uns eigentlich gar niemand so lieben kann, schon gar nicht - wir uns selbst, so wie wir sind.

 

Und weil wir so schlechte Menschen sind, wenn wir uns einfach mal auf uns selbst besinnen, uns in unsere vier Wände setzen und dem Leben unser Vertrauen schenken, nichts und niemanden retten wollen, und einfach mal sagen: "Liebe Mutter Erde, ich vertraue DIR."

 

© Marina Widegger

www.reco-frauen.de

 

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