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HALTEN - ATMEN - SEIN

Ich vertraue meiner Seele.

Ich vertraue meiner Intuition. 

AUCH wenn alles scheint,

als würde es nur schlimmer werden.

 

Ich vertraue meiner Seele.

Ich vertraue meiner Intuition.

AUCH wenn alles scheint,

als würde sich mein größter Albtraum immer mehr zu meiner eigenen Realität wandeln.

 

Ich vertraue meiner Seele.

Ich vertraue meiner Intuition.

AUCH wenn ich nichts mehr tun kann,

nichts mehr weiß,

nichts mehr, was ich scheinbar entscheiden kann, etwas bringt.

 

Ich vertraue meiner Seele.

Ich vertraue meiner Intuition.

AUCH wenn vor meinem Auge genau das geschieht,

wovor ich solange weglief und solange kämpfte,

um es besser oder anders zu machen.

 

Ich stehe hier, atme UND

vertraue meiner Seele.

Vertraue meiner Intuition.

 

Ich bin geführt.

Ich bin getragen.

Ich bin gehalten.

 

Von etwas viel Größerem als ich ahne.

 

Und auch, wenn es nicht so wäre,

hätte ich keine andere Möglichkeit mehr,

als das durchzuleben,

was JETZT gerade DA ist.

Weil es das Einzige ist,

das sich zeigt,

weil es das Einzige ist,

was momentan zählt,

ob ich will oder nicht,

ob es mir passt oder nicht.

 

Jegliches Wehren, jeglicher Kampf

wäre sowieso sinnlos.

 

JETZT stehe ich hier,

bin das, was ich nie sein wollte

und es gibt nur eines, was ich tun kann.

 

ATMEN - AUSHALTEN - SEIN 

 

Ich sehe sonst nichts.

Ich schäme mich.

Jeden Tag.

Für all das, was ich bin oder nicht bin.

Für all die Langeweile, die ich in mir spüre und trage.

Für all das Hässliche, Ungepflegte, Natürliche, Altmodische.

Für alles Untrainierte meines Körpers, meiner scheinbaren Faulheit nach außen hin,

meiner Person. Es ist anstrengend hier.

In diesem Körper. In diesem Ausschnitt meines Lebens.

Das sich so fremd und so vertraut gleichzeitig anfühlt.

Das ist nicht mein Leben. Das bin nicht ich.

Doch es sind Teile von mir. Anteile, die geheilt werden möchten.

 

Und es zeigt sich als Meines - als mein Leben. 

In diesem Augenblick - in diesem Moment. 

 

© MarinJa